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Mit Anrufweiterleitungen kann dein KI-Agent einen laufenden Anruf an ein Teammitglied übergeben. Du konfigurierst pro Agent eine oder mehrere Weiterleitungsregeln. Jede Regel kann ein festes Ziel oder eine Kontakteigenschaft vom Typ Telefonnummer verwenden. Die KI entscheidet anhand deines Prompts, wann sie welche Regel verwendet. telli unterstützt zwei Arten: Cold-Transfer (sofortige Übergabe) und Warm-Transfer (die KI informiert das Teammitglied zuerst).

Cold- und Warm-Transfer im Vergleich

Der Anrufer wird direkt per SIP-REFER verbunden. Diese Methode ist schnell, verursacht keine Verzögerung und unterstützt als einzige SIP-URI-Ziele und eigene SIP-Header.Nachteil: Wenn das Ziel nicht antwortet, hört der Anrufer weiter das Freizeichen und die KI kann nicht zurückkehren. Das Teammitglied erhält keinen Gesprächskontext.

Welche Methode passt zu welchem Fall?


Briefing bei Warm-Transfers

Beim Briefing informiert die KI das Teammitglied, bevor sie den Anrufer verbindet. Im Auto-Modus fasst die KI standardmäßig zusammen, wer anruft, worum es geht, was besprochen wurde und was die Person benötigt. Danach fragt sie, ob das Teammitglied den Anruf annehmen kann. Du kannst stattdessen einen eigenen Briefing-Prompt verwenden. Er ersetzt die Standardanweisungen. Das System fügt weiterhin den vollständigen Gesprächsverlauf hinzu, weist den Agenten an, vor dem Verbinden um Erlaubnis zu fragen, und stellt die Tools connect_to_customer, voicemail_detected und supervisor_unavailable bereit. Briefing-Prompts unterstützen Kontaktvariablen wie {{contact.name}}. Während des Briefings kann das Teammitglied den Anruf annehmen, ablehnen oder nicht antworten. Bei einer Ablehnung kehrt die KI zum Anrufer zurück und bietet Alternativen an. Wenn niemand antwortet, kehrt sie nach Ablauf der Klingeldauer zurück. Standardmäßig klingelt es 30 Sekunden; die maximale Gesamtdauer beträgt fünf Minuten.

DTMF und SIP-Header

DTMF nach dem Wählen – Sendet Tastentöne, nachdem das Ziel antwortet, zum Beispiel für IVR-Menüs oder Durchwahlen. Unterstützt werden 0-9, A-D, *, # und w für eine Pause von 0,5 Sekunden. Beispiel: 123w45#. Kontaktvariablen wie 1w{{contact.extension}}# werden ebenfalls unterstützt. Diese Option ist für Cold- und Warm-Transfers verfügbar. Eigene SIP-Header (nur Cold-Transfer) – Fügt der REFER-Anfrage Header für Anrufzuordnung, Routing oder Analysen hinzu. telli fügt automatisch X-Telli-Call-Id hinzu, damit du die Weiterleitung dem ursprünglichen Anruf zuordnen kannst. Im Bereich „Erweitert“ eines Cold-Transfer-Ziels kannst du eigene Name-Wert-Paare hinzufügen. Die Werte unterstützen Kontaktvariablen. Für Warm-Transfers ist diese Option nicht verfügbar.

Eingeschränkte Erreichbarkeit

Für jedes Ziel kannst du optional einen eigenen Zeitplan festlegen: aktive Wochentage, tägliche Zeitfenster und eine Zeitzone, zum Beispiel Europe/Berlin. Du kannst auch einzelne Tage wie Feiertage sperren, die Sperrtage auf Account-Ebene übernehmen oder sie für dieses Ziel deaktivieren. Wenn jemand außerhalb der konfigurierten Zeiten eine Weiterleitung anfordert:
  • Auto (empfohlen) – Die KI informiert den Anrufer, dass aktuell keine Weiterleitung möglich ist. Sie kann dabei die Erreichbarkeitszeiten und das nächste verfügbare Zeitfenster nennen. Du kannst diese Details deaktivieren.
  • Manuelle Nachricht – Die KI spricht den angegebenen Text genau und ohne eigene Ergänzungen.

Weiterleitungslogik im Prompt

Das Weiterleitungstool ermöglicht der KI die Weiterleitung. Dein Prompt legt fest, wann sie das Tool verwendet. Ein typisches Muster mit mehreren Zielen:
Weitere sinnvolle Regeln: Beende den Anruf, sobald die Frage beantwortet ist. Verwende @scheduleCallback, wenn das Ziel nicht erreichbar ist. Fasse die bisherigen Schritte zusammen, bevor du als letzte Möglichkeit weiterleitest.

Jeden Kontakt an ein anderes Ziel weiterleiten

Verwende eine Kontakteigenschaft, wenn jeder Kontakt ein anderes Weiterleitungsziel benötigt.
1

Zieleigenschaft erstellen

Erstelle eine Kontakteigenschaft vom Typ Telefonnummer.
2

Wert vor dem Anruf festlegen

Hinterlege für jeden Kontakt eine gültige Nummer im E.164-Format mit führendem +. Du kannst sie in der telli-App, per CSV-Import, über die API-Endpunkte Kontakt erstellen oder Kontakt aktualisieren oder über den Webhook zur Kontaktsuche setzen.
3

Eigenschaft auswählen

Öffne im Agent Builder Tools → Weiterleitungen, wähle Weiterleitungstool hinzufügen… und wähle die Eigenschaft unter Weiterleitungsziel aus.
4

Weiterleitung testen

Starte einen Testanruf für einen Kontakt mit dieser Eigenschaft, löse die Weiterleitungsregel aus und prüfe, ob das erwartete Ziel klingelt.
Weitere Informationen zum Laufzeitverhalten und zu Einschränkungen findest du unter Anrufweiterleitung.

Fehlerbehebung

Empfehlung: Wenn das Ziel möglicherweise nicht antwortet oder eine Mailbox verwendet, nutze immer einen Warm-Transfer. Stelle eine sinnvolle maximale Klingeldauer ein. Empfohlen sind 30 bis 60 Sekunden.

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