Schnellstart
Einsatzzeitpunkt definieren
Erkläre im System-Prompt klar, wann der Agent das Tool nutzen soll (und wann nicht)
Definiere im Prompt wann der Agent ein Tool einsetzen soll – nicht wie es technisch funktioniert. Die technische Konfiguration erfolgt separat in den Agenten-Einstellungen.
So funktionieren Tool Calls
- Der Agent entscheidet — Basierend auf deinen Prompt-Anweisungen erkennt das LLM, dass ein Tool aufgerufen werden sollte
- Das Tool läuft im Hintergrund — Die Ausführung erfolgt unsichtbar; der Kunde bekommt nichts vom Tool-Namen mit
- Der Agent macht weiter — Der Agent erhält das Ergebnis und führt das Gespräch nahtlos fort
Integrierte Tools
Diese Tools stehen jedem Agenten standardmäßig zur Verfügung:| Tool | Funktion |
|---|---|
[endCall] | Beendet den Anruf |
[callMeLater] | Plant einen Rückruf |
[waitForUserToReturn] | Wartet, bis der Kunde zurückkommt |
[searchKnowledgeBase] | Durchsucht die Wissensdatenbank |
Eigene HTTP-Tools
Eigene Tools ermöglichen deinem Agenten, während des Gesprächs externe APIs anzusprechen – beispielsweise um einen Kontostand abzufragen, Terminverfügbarkeiten zu prüfen oder CRM-Einträge zu aktualisieren. Eigene Tools werden im Bereich Tools der Agenten-Einstellungen konfiguriert. Details findest du unter Benutzerdefinierte HTTP-Tools.Eigene Tools richtig prompten
Damit Agenten verstehen, wann und wie sie Tool Calls nutzen sollen, enthält jedes Tool einen „Beschreibungs”-Tab (globaler Tool-Prompt) in der Konfiguration. Zusätzlich gibt es einen LLM-Variablen-Prompt, der auf vorherige Tool Calls verweisen oder Formate definieren kann. Eine gute Beschreibung:- Erklärt präzise, wann das Tool zum Einsatz kommt
- Definiert, wie es verwendet wird
- Spezifiziert Bedingungen, Einschränkungen oder erwartete Eingaben
- Reduziert Unklarheiten für den Agenten
Best Practices für Tool-Prompting
Einsatzzeitpunkt klar definieren
Leg für jedes Tool im System-Prompt fest: → Wann der Agent es nutzen soll → Wann der Agent es nicht nutzen soll → Was der Agent dem Kunden vorher/nachher sagt (falls erforderlich)Tool-Namen niemals aussprechen
Anweisungen in eckigen Klammern sind interne Aktionen. Der Kunde hört nur die natürliche Formulierung.Stattdessen sagen: „Lass mich kurz nachschauen…”Bleib natürlich und gesprächig.
Anweisungen kontextnah platzieren
Wenn ein Tool zu einem bestimmten Abschnitt deines Skripts gehört (z. B. Wissensdatenbank-Suche zur Fehlerbehebung), platziere die Anweisungen direkt dort – nicht irgendwo in einer allgemeinen Regelliste.Konkrete Beispiele geben
Sag nicht einfach „nutze die Wissensdatenbank mit Artikelnummer”. Zeig dem Agenten, wie eine korrekte Anfrage aussieht.Stattdessen schreiben: „Beim Installationsablauf immer die Artikelnummer in die Suchanfrage einbeziehen. Beispiel:
fulltext_query: 'Artikelnummer 000012345 Sky Stream Installation kein Bild'”Klar, präzise, mit konkretem Beispiel.Negativfälle definieren
Definiere zu jedem „wann nutzen” auch ein „wann NICHT nutzen”. Das verhindert Fehlnutzung oder übermäßigen Einsatz.Beispiel-Verwendungsregeln
| Tool | Aktion | Verwendungsregeln | Beispielsituation |
|---|---|---|---|
[endCall] | Beendet den Anruf | Nur wenn alle Aufgaben erledigt und das Gespräch komplett abgeschlossen ist | Die gewünschte Person ist nicht erreichbar |
[callMeLater] | Plant einen Rückruf | Kunden immer vorher fragen, ob er zurückgerufen werden möchte. Tool nie vor der Rückfrage aufrufen. Nie für Experten-Rückrufe nutzen. Bei Wörtern wie „Experte”, „Kollege” oder „Weiterleitung” ist dieses Tool tabu | Der Kunde hat gerade keine Zeit und möchte später zurückgerufen werden |
[waitForUserToReturn] | Wartet auf den Kunden | Nutzen, wenn du Anweisungen gibst und auf eine Handlung des Kunden wartest, oder wenn der Kunde explizit ums Warten bittet | Agent: „Steck das Kabel ein.” Kunde: „Moment, bin gleich zurück.” |
[searchKnowledgeBase] | Durchsucht die Wissensdatenbank | Vor technischen Anweisungen nutzen. Nie verwenden, nachdem bereits Anweisungen gegeben wurden | Kunde stellt Produktfrage, die im Prompt nicht behandelt wird |