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Mit Tool Calls kann dein Agent während eines Anrufs gezielte Aktionen ausführen – etwa das Gespräch beenden, einen Rückruf vereinbaren, auf den Kunden warten oder eine externe API ansprechen.

Schnellstart

1

Tool im Prompt referenzieren

Verwende eckige Klammern für Tools: [toolName]
2

Einsatzzeitpunkt definieren

Erkläre im System-Prompt klar, wann der Agent das Tool nutzen soll (und wann nicht)
3

Rest läuft automatisch

Während des Anrufs löst der Agent das Tool bei Bedarf aus – der Kunde hört nichts vom Tool-Namen
Definiere im Prompt wann der Agent ein Tool einsetzen soll – nicht wie es technisch funktioniert. Die technische Konfiguration erfolgt separat in den Agenten-Einstellungen.

So funktionieren Tool Calls

  1. Der Agent entscheidet — Basierend auf deinen Prompt-Anweisungen erkennt das LLM, dass ein Tool aufgerufen werden sollte
  2. Das Tool läuft im Hintergrund — Die Ausführung erfolgt unsichtbar; der Kunde bekommt nichts vom Tool-Namen mit
  3. Der Agent macht weiter — Der Agent erhält das Ergebnis und führt das Gespräch nahtlos fort

Integrierte Tools

Diese Tools stehen jedem Agenten standardmäßig zur Verfügung:
ToolFunktion
[endCall]Beendet den Anruf
[callMeLater]Plant einen Rückruf
[waitForUserToReturn]Wartet, bis der Kunde zurückkommt
[searchKnowledgeBase]Durchsucht die Wissensdatenbank

Eigene HTTP-Tools

Eigene Tools ermöglichen deinem Agenten, während des Gesprächs externe APIs anzusprechen – beispielsweise um einen Kontostand abzufragen, Terminverfügbarkeiten zu prüfen oder CRM-Einträge zu aktualisieren. Eigene Tools werden im Bereich Tools der Agenten-Einstellungen konfiguriert. Details findest du unter Benutzerdefinierte HTTP-Tools.

Eigene Tools richtig prompten

Damit Agenten verstehen, wann und wie sie Tool Calls nutzen sollen, enthält jedes Tool einen „Beschreibungs”-Tab (globaler Tool-Prompt) in der Konfiguration. Zusätzlich gibt es einen LLM-Variablen-Prompt, der auf vorherige Tool Calls verweisen oder Formate definieren kann. Eine gute Beschreibung:
  • Erklärt präzise, wann das Tool zum Einsatz kommt
  • Definiert, wie es verwendet wird
  • Spezifiziert Bedingungen, Einschränkungen oder erwartete Eingaben
  • Reduziert Unklarheiten für den Agenten
Die Beschreibung liefert außerdem wichtigen Kontext für den System-Prompt und hilft dem System, Einsatzzweck und Auslöselogik des Tools besser zu verstehen.

Best Practices für Tool-Prompting

Einsatzzeitpunkt klar definieren

Leg für jedes Tool im System-Prompt fest: → Wann der Agent es nutzen soll → Wann der Agent es nicht nutzen soll → Was der Agent dem Kunden vorher/nachher sagt (falls erforderlich)

Tool-Namen niemals aussprechen

Anweisungen in eckigen Klammern sind interne Aktionen. Der Kunde hört nur die natürliche Formulierung.
Nicht sagen: „Ich rufe jetzt das searchKnowledgeBase-Tool auf”Der Kunde sollte keine technischen Tool-Namen hören.
Stattdessen sagen: „Lass mich kurz nachschauen…”Bleib natürlich und gesprächig.

Anweisungen kontextnah platzieren

Wenn ein Tool zu einem bestimmten Abschnitt deines Skripts gehört (z. B. Wissensdatenbank-Suche zur Fehlerbehebung), platziere die Anweisungen direkt dort – nicht irgendwo in einer allgemeinen Regelliste.

Konkrete Beispiele geben

Sag nicht einfach „nutze die Wissensdatenbank mit Artikelnummer”. Zeig dem Agenten, wie eine korrekte Anfrage aussieht.
Nicht schreiben: „Verwende die Artikelnummer beim Installationsablauf”Zu vage – der Agent kennt das genaue Format nicht.
Stattdessen schreiben: „Beim Installationsablauf immer die Artikelnummer in die Suchanfrage einbeziehen. Beispiel: fulltext_query: 'Artikelnummer 000012345 Sky Stream Installation kein Bild'Klar, präzise, mit konkretem Beispiel.

Negativfälle definieren

Definiere zu jedem „wann nutzen” auch ein „wann NICHT nutzen”. Das verhindert Fehlnutzung oder übermäßigen Einsatz.

Beispiel-Verwendungsregeln

ToolAktionVerwendungsregelnBeispielsituation
[endCall]Beendet den AnrufNur wenn alle Aufgaben erledigt und das Gespräch komplett abgeschlossen istDie gewünschte Person ist nicht erreichbar
[callMeLater]Plant einen RückrufKunden immer vorher fragen, ob er zurückgerufen werden möchte. Tool nie vor der Rückfrage aufrufen. Nie für Experten-Rückrufe nutzen. Bei Wörtern wie „Experte”, „Kollege” oder „Weiterleitung” ist dieses Tool tabuDer Kunde hat gerade keine Zeit und möchte später zurückgerufen werden
[waitForUserToReturn]Wartet auf den KundenNutzen, wenn du Anweisungen gibst und auf eine Handlung des Kunden wartest, oder wenn der Kunde explizit ums Warten bittetAgent: „Steck das Kabel ein.” Kunde: „Moment, bin gleich zurück.”
[searchKnowledgeBase]Durchsucht die WissensdatenbankVor technischen Anweisungen nutzen. Nie verwenden, nachdem bereits Anweisungen gegeben wurdenKunde stellt Produktfrage, die im Prompt nicht behandelt wird